Geopark-Gastgeber

Der "Geopark Vulkaneifel"

Der "Geopark Vulkaneifel" umfasst die Landschaft der Vulkaneifel (= das Gebiet des Kreises Daun samt Ulmen und Manderscheid), also jenen Raum der zentralen Eifel, der durch seine Vulkane & Maare geprägt und berühmt ist.
Der "Geopark" ist dabei kein vom Menschen herge- richteter Landschaftspark, kein geschützter National- park, sondern die bloße Natur, wie der Mensch sie vorfindet und auch täglich verändert. "Natur" in dem Sinne, dass die Maare & Vulkane heute in einer vom Menschen geprägten Kulturlandschaft liegen, von Straßen durchzogen, von Steinbrüchen angefressen,
                                                                           von Dörfern & Aussiedlerhöfen belagert.

Hier haben die Eifler es lange gelernt, mit und auf und neben den einstigen Vulkanen zu leben, zu arbei- ten, ihre Schafe & Kühe zu weiden...
... und heute, im 21. Jahrhundert, rund 10 000 Jahre seit dem letzten Ausbruch, ist es ihnen eine Freude, als Gastgeber auf dem Vulkan SIE willkommen zu heißen.
Was präsentiert der "Geopark Vulkaneifel"?
Eingebettet in die Landschaft der Vulkaneifel liegen über Hundert Vulkane, ihre Schlackenkegel oder ihre Maartrichter, selten auch Lavaflüsse und die einzig- artige 'Lavabombe'.
Neben diesen Naturdenkmälern selbst sind es die Steinbrüche und Lavasand-Gruben, welche zwar die Natur "anfressen" und denen bereits der eine oder andere Vulkankegel zum Opfer gefallen ist, die aber nicht nur den Eiflern Lohn & Brot bringen, sondern dem Geologen und allen Interessierten erst einen Einblick in die Erde und damit in die Vergangenheit unseres Stückchens Erde ermöglichen.

Zum Dritten gibt es seit Jahren eine gut ausgebaute Geopark-Infrastruktur mit Museen, Deutscher Vulkanstraße, Maar-Erlebnis-Route, Natur- und Erlebnispfaden, welche die einzigartige geologische Geschichte anschaulich machen [siehe auch www.Geopark-Vulkaneifel.de].

Gastgeber des Geoparkes

Was leistet ein "Gastgeber" des Geoparkes?
Für alle Interessierten am Geopark und an der Geo- logie/Mineralogie der Eifel sollen die "Gastgeber" Informationen liefern, Anschauung bereit stellen und Fragen kompetent beantworten.
Die primären Gastgeber sind also die geologisch-erdkundlichen Museen, in zweiter Linie die Tourist-Informationen, und drittens die Betriebe längs der Deutschen Vulkanstraße oder an den Maaren, wel- che sich um fachliche Kompetenz bemühen.

Das "Feriendorf Pulvermaar" gehört zur dritten Kate- gorie. Es liegt direkt oben auf dem Vulkan des Pul- vermaares, an der Deutschen Vulkanstraße sowie der Maar-Erlebnis-Route, und bemüht sich nach Kräf- ten, IHRE Fragen fachlich korrekt zu beantworten.

Informationen zum Geopark

Am Kiosk = in unserer Tourist-Information können Sie sich über den Geopark Vulkaneifel in Wort, Bild und Stein informieren.

Wir führen das jeweils aktuelle Magazin des Geoparks (dt., zumeist auch in nederlands, ältere Ausgabe auf English)
sowie zahlreiche andere Faltblätter und andere Textmedien, welche in die Landschaft und Geologie der Vulkaneifel einführen.
Ein Exkursionsführer zu den begehbaren Naturdenkmälern der Vulkaneifel ist für kleines Geld erhältlich.
Eine Postkartenserie des Schalkenmehrener Photographen
K. Maaß zeigt die schönsten landschaftlichen Zeugnisse der Region.

Ausführlichere Informationen liefern die geologischen Museen der Region:
das Vulkanmuseum in Daun, das Vulkanhaus im benachbarten Strohn, das Maarmuseum in Manderscheid.
Wir empfehlen gerne, was für Sie das Richtige ist.

Wissenschaftliche Literatur über den Vulkanismus der Eifel kann auf Nachfrage angezeigt und vorgelegt werden.

Leistungen des Feriendorfes

Das Feriendorf bietet seinen Gästen folgende Leistungen:
  • Tourist-Information mit Tipps zu Sehenswürdigkeiten und aktuellen Veranstaltungen (im Kiosk, mit Info-Pavillon)
  • Informationen zum Geopark und seinen Museen (Info-Pavillon am Parkplatz)
  • Steinkiste mit einer Auswahl aller vulkanologischen Gesteinsarten der Vulkaneifel
  • Station 22 der Deutschen Vulkanstraße (= Pulvermaar)
  • Station der Maar-Erlebnis-Route (= Winkeler Doppelmaar)
  • Faltblatt (dt.) zum Pulvermaar-Vulkan (im Kiosk erhältlich) [siehe www.maare-und-vulkane.de]
  • Faltblatt (dt. oder engl.) zur Entstehung der Maare [siehe www.maare-und-vulkane.de]
  • nach Absprache auch kurze Exkursionen zu nahe gelegenen Aufschlüssen (Pulvermaar, Strohn ...)
  • Sammlung kleiner Proben von Mineralien der Vulkaneifel
  • vulkanische Souvenirs

Schausammlung: Lava & Tephra

Unsere ständig wachsende Schausammlung bietet einen umfassenden Überblick über die Gesteinsarten der Vulkaneifel.
Der Schwerpunkt liegt auf den Laven und Schlacken des Wartgesberg-Vulkankomplexes bei Strohn. Hier finden sich alle vulkanischen Ergussgesteine vom Schlot-Basalt (Basanit) über alle Formen und Farben der Schweißschlacken und Flugschlacken bis hin zu den typisch hydrothermal überprägten Oberflächen mit ihrem charakteristischen Besatz an Mikro-Mine- ralien.
Ein besonderes Augenmerk verdienen die "Bomben" (= Flugschlacken) sowie die "Knollen" (mineralreiche Anreicherungen im Magma).
                                                                           Formen der lockeren Tephra bis hin zum Bims run-
                                                                           den den Überblick ab.

Die Deutsche Vulkanstraße

Die Deutsche Vulkanstraße verbindet alle geologisch sehenswerten Naturdenkmale, Museen und Aufschlüsse der Vulkaneifel (= Raum des Geoparks mit Zentrum Daun) als auch der Osteifel (= Raum des "Vulkanparks" mit Zentren Mayen & Mendig). Vom Namedyer Geysir bei Andernach im Nordosten bis zum Vulkangarten Steffeln im Nordwesten und der Thermalquelle von Bad Bertrich im Süden führt die Straße über 40 Stationen. Unterwegs ausgeschildert und an den einzelnen Stationen in leuchtend roten Tafeln nicht zu übersehen, wird die Erdgeschichte in knappen Texten erläutert; Kindern ist ein eigener Text gewidmet.

Eine eigene Karte stellt diese Straße und ihre Stationen vor (im Kiosk erhältlich) [siehe auch unter www.deutsche-vulkanstrasse.com].

Die Deutsche Vulkanstraße verbindet die geologisch-vulkanologisch interessanten Aufschlüsse und Geländedenkmäler sowohl der Vulkaneifel - der Region um Daun mit ihren Maaren - als auch des "Vulkanlandes" rund um Mayen & Mendig.

Die wissenschaftliche Entsprechung findet sich in den beiden Vulkanfeldern der Eifel - des westlichen sowie des östlichen Eifeler Vulkanfeldes (= Vulkaneifel bzw. Osteifel).

Die Maar-Erlebnis-Route

Der alte Eifler Begriff "Maar" leitet sich wohl vom latei- nischen Wort "mara"  für See ab und zeugt als einzi- ger Gewässerbegriff für die lange Anwesenheit der Römer und die bis ins Mittelalter dauernde Präsenz des Lateinischen in unserem Raume hin.
Der moderne wissenschaftliche Begriff "Maar" wird je- doch ganz anders verstanden: Nicht als Name für die Seen, sondern für die bei der Explosion eines unter- irdischen vulkanischen Hitzekörpers (nach Kontakt mit Wasser) entstandenen tiefen Trichter. Erst diese füll- ten sich (meist) in späterer Zeit mit Wasser, wodurch die berühmten "Augen der Eifel" entstanden. Und wie- derum Jahrtausende später waren die meisten dieser vulkanischen Seen inzwischen trocken gefallen, weshalb es heute mehr trockene als Wasser-führende Maare gibt.
Die Maar-Erlebnis-Route führt Sie zu den Maaren und um diese herum zu den landschaftlich reizvollsten Plätzen der Eifel.
Blaue Informationstafeln markieren die schönsten oder interessantesten Stellen.
Eine schriftliche Information dazu ist in Vorbereitung [siehe www.maarerlebnisroute.de].

Museen als Gastgeber

Im Bereich des Geoparkes Vulkaneifel gibt es fünf Museen, die sich der Erdgeschichte/Geologie/Vulka- nologie, der Paläontologie und den Fossilien bzw. dem heimischen Bodenschatz des Eisens und seinen Erzeugnissen verschrieben haben:
das Vulkanhaus in Strohn [siehe auch www.Vulkanhaus-Strohn.de], das Vulkanmuseum in Daun [siehe auch www.Eifel-Vulkanmuseum.de], das Maarmuseum in Manderscheid [siehe auch www.Maarmuseum.de], das Naturkundemuseum in Gerolstein [siehe auch www.Gerolsteiner-Land.eu] , sowie das Eisenmuseum in Jünkerath [siehe auch www.Eisenmuseum-Juenkerath.de].
Alle diese Museen stellen das erdkundliche Erbe der Vergangenheit anschaulich aus und freuen sich über jeden interessierten Gast. Zu allen Museen können Sie am Kiosk jeweils ein informatives Faltblatt mit den Öffnungszeiten erhalten.

Aufschlüsse der Umgebung

Rund um das Feriendorf liegen 3 Wasser-führende Maare - Pulvermaar, Holzmaar, Immerather Maar - , 3 Maare im Stadium der Vermoorung bzw. Verlan- dung - Strohner Märchen, Dürres Maar, Hetschen- Maar - sowie mehrere schon vor langer Zeit trocken gefallene Maare, z.B. das Winkeler Doppelmaar oder der Immerather Risch. Bei Strohn erstreckt sich der Vulkankomplex des Wartgesberges mit eindrucks- vollen Zeugnissen (Lavakugel, Flugbombe, Schlot...). Am Pulvermaar sind die Auswurfschichten in aller Mannigfaltigkeit der Tephra gut zu sehen.
Alle diese Ziele sind zu Fuß erreichbar, sportlicher mit dem Fahrrad, bequemer mit dem Automobil.

Frank G. Fetten, promovierter Prähistoriker, bietet auf Anfrage und nach Absprache kurze Exkursionen zu geologischen Aufschlüssen an.

Führungen