Geopark-Gastgeber

Der "Geopark Vulkaneifel"

Der "Geopark Vulkaneifel" umfasst die Landschaft der Vulkaneifel (= das Gebiet des Kreises Daun samt Ulmen und Manderscheid), also jenen Raum der zentralen Eifel, der durch seine Vulkane und Maare geprägt und berühmt ist.
Der "Geopark" ist dabei kein vom Menschen hergerichteter Landschaftspark, kein ge- schützter Nationalpark, sondern die bloße Natur, wie der Mensch sie vorfindet und auch täglich verändert. "Natur" in dem Sinne, dass die Maare und Vulkane heute in einer vom Menschen geprägten Kulturlandschaft liegen, von Straßen durchzogen, von Steinbrüchen angefressen, von Dörfern & Aussiedlerhöfen belagert.
Hier haben die Eifler es lange gelernt, mit und auf und neben den einstigen Vulkanen zu leben, zu arbeiten, ihre Schafe & Kühe zu weiden...
... und heute, im 21. Jahrhundert, rund 10 000 Jahre seit dem letzten Ausbruch, ist es ihnen eine Freude, als Gastgeber auf dem Vulkan SIE willkommen zu heißen.
Was präsentiert der "Geopark Vulkaneifel"?
Eingebettet in die Landschaft der Vulkaneifel liegen über Hundert Vulkane, ihre Schlacken- kegel oder ihre Maartrichter, selten auch Lava- flüsse und die einzigartige 'Lavabombe'.
Neben diesen Naturdenkmälern selbst sind es die Steinbrüche und Lavasand-Gruben, welche zwar die Natur "anfressen" und denen bereits der eine oder andere Vulkankegel zum Opfer gefallen ist, die aber nicht nur den Eiflern Lohn & Brot bringen, sondern dem Geologen und allen Interessierten erst einen Einblick in die Erde und damit in die Vergangenheit unseres Stück- chens Erde ermöglichen.

Zum Dritten gibt es seit Jahren eine gut ausgebaute Geopark-Infrastruktur mit Museen, Deutscher Vulkanstraße, Maar-Erlebnis-Route, Natur- und Erlebnispfaden, welche die einzigartige geologische Geschichte anschaulich machen [siehe auch www.geopark-vulkaneifel.de].

Gastgeber des Geoparkes

Was leistet ein "Gastgeber" des Geoparkes?
Für alle Interessierten am Geopark und an der Geologie/Mineralogie der Eifel sollen die "Gastgeber" Informationen liefern, Anschauung bereit stellen und Fragen kompetent beant- worten.
Die primären Gastgeber sind also die geologisch-erdkundlichen Museen, in zweiter Linie die Tourist-Informationen, und drittens die Betriebe längs der Deutschen Vulkanstraße oder an den Maaren, welche sich um fachliche Kompetenz bemühen.

Das "Feriendorf Pulvermaar" gehört zur dritten Kategorie. Es liegt direkt oben auf dem Vulkan des Pulvermaares, an der Deutschen Vulkanstraße sowie der Maar-Erlebnis-Route, und bemüht sich nach Kräften, IHRE Fragen fachlich korrekt zu beantworten.

Informationen zum Geopark

Am Kiosk = in unserer Tourist-Information können Sie sich über den Geopark Vulkaneifel in Wort, Bild und Stein informieren.

Wir führen das jeweils aktuelle Magazin des Geoparks (dt., zumeist auch in nederlands, ältere Ausgabe auf English)
sowie zahlreiche andere Faltblätter und andere Textmedien, welche in die Landschaft und Geologie der Vulkaneifel einführen.
Ein Exkursionsführer zu den begehbaren Naturdenkmälern der Vulkaneifel ist für kleines Geld erhältlich.
Eine Postkartenserie des Schalkenmehrener Photographen
K. Maaß zeigt die schönsten landschaftlichen Zeugnisse der Region.

Ausführlichere Informationen liefern die geologischen Museen der Region:
das Vulkanmuseum in Daun, das Vulkanhaus im benachbarten Strohn, das Maarmuseum in Manderscheid.
Wir empfehlen gerne, was für Sie das Richtige ist.

Wissenschaftliche Literatur über den Vulkanismus der Eifel kann auf Nachfrage angezeigt und vorgelegt werden.

Maar - Broschüre

Die neue Broschüre des Geoparkes Vulkaneifel ist bei uns erhältlich!

Wassergefüllte oder vermoorte Maare sind die bekanntesten Wahrzeichen der Landschaft der Vulkaneifel. Steckbriefartig werden die wichtigsten Daten zu Lage, Größe, Alter und Tiefe benannt. Zu jedem der vorgestellten Maare gibt es außerdem Informationen zur Geologie und den landschaftshistorischen oder wissenschaftlichen Besonderheiten, untermauert von Photos aus teils neuen Perspektiven. Die Broschüre im Flyer-Format ist ein schöner Begleiter zu den beeindruckenden erdgeschichtlichen Dokumenten im Natur- und Geopark Vulkaneifel. Wer einen Besuch an den acht traditionellen Maarseenplant, der findet hier wertvolle Informationen. Es werden aber auch die oftmals weniger bekannten, zum Teil in der Verlandung befindlichen Maare vorgestellt wie das Strohner Märchen, das Holzmaar, das Hetsche-Maar, das Trautzberger Maar und das Dürre Maar [- alle rund um Gillenfeld ! -]. Auch die für die Vogelwelt wichtigen Ruhe- und Rastplätze wie der Sangweiher, der Mürmes und der Jungferweiher zeigt die neue Broschüre auf.

Leistungen des Feriendorfes

Das Feriendorf bietet seinen Gästen folgende Leistungen:
  • Tourist-Information mit Tipps zu Sehenswürdigkeiten und aktuellen Veranstaltungen (im Kiosk, mit Info-Pavillon)
  • Führungen zu Pulvermaar & Strohner Märchen [Termine s.u.]. Hier finden Sie die nächsten Führungen im Kalender-Überblick 2016 bzw. in zeitlicher Folge mit Kurztexten: Feriendorf-Führungen
  • Informationen zum Geopark und seinen Museen (Info-Pavillon am Parkplatz)
  • Steinkiste mit einer Auswahl aller vulkanologischen Gesteinsarten der Vulkaneifel
  • Station 22 der Deutschen Vulkanstraße (= Pulvermaar)
  • Station der Maar-Erlebnis-Route (= Winkeler Doppelmaar)
  • Faltblatt (dt.) zum Pulvermaar-Vulkan (im Kiosk erhältlich) [siehe www.maare-und-vulkane.de]
  • Faltblatt (dt. oder engl.) zur Entstehung der Maare [siehe www.maare-und-vulkane.de]
  • nach Absprache auch kurze Exkursionen zu nahe gelegenen Aufschlüssen (Pulvermaar, Strohn ...)
  • Sammlung kleiner Proben von Mineralien der Vulkaneifel
  • vulkanische Souvenirs
  • Für alle Führungen u. a. Veranstaltungen gilt: Teilnehmer, gleich ob gegen Entgelt oder nicht, beteili- gen sich auf eigene Gefahr. Der jeweilige Führer bzw. der Betreiber des Feriendorfes übernehmen keine Haftung für Unfälle, Schäden und Verluste.

Feriendorf - Führungen SAMSTAG

Der Pulvermaar-Vulkan
Geführter Spaziergang rund um das Pulvermaar
Samstags-Termin zur spontanen Teilnahme!

Das Pulvermaar ist der größte, steilste sowie tiefste Vulkansee, der sich in der Eifel erhalten hat. Es eig- net sich besonders gut, die vulkanische Bildung nachzuvollziehen. Die Entstehungszeit aller Maare geht in die letzte Eiszeit zurück, als schon die ersten Menschen hier lebten. Wie sah damals unsere Land- schaft aus? Was passierte mit der Region, als der Vulkan ausbrach? Wie haben wohl die damaligen Menschen diese Ausbrüche er- & überlebt? Diese und Ihre eigenen Fragen möchte diese geführte Wande- rung gerne beantworten. Sie startet auf dem Kraterwall des Maares und führt hinunter zum Seeufer. Alle Altersklasse dürfen sich angesprochen fühlen; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Dauer ca. 2 Stunden, Länge der Wegstrecke je nach Wetterlage 2 bis 4 km
Festes Schuhwerk wird erbeten, eine kleine (Gesteins-)Lupe ist wünschenswert.
Führer Frank G. Fetten (Prähistoriker)

wann? jeden Samstag März bis November um 10.30 Uhr im Wechsel mit den beiden anderen Füh- rungen
2016: 19. und 26. März, 16. April, 14. Mai, 4. Juni, 9. und 30. Juli, 20. August, 17. September, 22. Oktober. Der November-Termin wird noch bekannt gegeben.
Treffpunkt:  Feriendorf-Rezeption im Gästehaus
Offene Veranstaltung (Eine Anmeldung ist nicht vonnöten.)
Schlechtes Wetter kann uns nicht bremsen! Bei Regen wird anhand unserer (überdachten) Schau- sammlung eine geologische Einführung gegeben.
Entgelt  € 7,-- pro Erw., € 4,-- pro Kind/Jgdl. (Mindestteilnehmer 2 Erwachsene)
Mehr Information im Feriendorf oder direkt via  0172 - 8879 345.
Vom Maar zum Märchen
Geführte Wanderung vom Pulvermaar zum Strohner Märchen
Samstags-Termin zur spontanen Teilnahme!

Während das Pulvermaar das tiefste und steilste "Auge der Eifel" ist, ist der ehemalige Maarsee bei Strohn inzwischen weitgehend verlandet und bietet somit einen schönen Vergleich, wie das Pulvermaar vielleicht einmal in Tausenden an Jahren aussehen wird. Auch in Hinblick auf die Tier- & Pflanzenwelt der beiden Maare tun sich große Unterschiede auf: einerseits ein glasklar tiefer See mit Fisch & Krebs, andererseits ein Hochmoor mit seinen seltenen Libellen und Moosen. Eine Wanderung von 3 -4 km führt an beiden Maaren vorbei und lässt viel Zeit, Fragen der vulkanischen Entstehung wie der späteren Veränderung / Verlandung anzusprechen. Alle Altersklassen dürfen sich angesprochen fühlen; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Dauer ca. 2 Stunden, Länge der Wegstrecke je nach Wetterlage 3 bis 4 km
Festes Schuhwerk wird erbeten, eine kleine (Gesteins-)Lupe ist wünschenswert.
Führer Jan Daniel (zertifizierter Kulturlandschaftsführer)

wann?   jeden Samstag April bis Oktober um 10.30 Uhr im Wechsel mit den anderen Führungen
2016: 9. und 23. April, 7. und 21. Mai, 11. und 25. Juni, 2. und 16. Juli, 6. und 27. August, 10. und 24. September, 8. und 15. Oktober
Offene Veranstaltung (Eine Anmeldung ist nicht vonnöten.)
Treffpunkt: Feriendorf-Rezeption im Gästehaus
Schlechtes Wetter kann uns nicht bremsen! Bei Regen wird anhand unserer (überdachten) Schau- sammlung eine geologische Einführung gegeben.
Entgelt  € 7,-- pro Erw., € 4,-- pro Kind/Jgdl. (Mindestteilnehmer 2 Personen)
Mehr Information im Feriendorf oder via eMail an trautzberger@gmx.de.
Das Pulvermaar erzählt seine Geschichte
Geführter Spaziergang rund um das Pulvermaar
Samstags-Termin zur spontanen Teilnahme

Das Pulvermaar ist der noch steilste und tiefste Maarkrater, den die Eifel zu bieten hat. Darin ein See mit kristallklarem Wasser, das sich in der letzten Eiszeit dort sammelte. Darin Fische und Pflanzen, Taucher und ein U-Boot. Gesehen hat das Pulvermaar Rentierjäger & wilde Hirten, Kel- ten & Römer, Franken & Franzosen. Zeitzeuge für 20.000 Jahre Geschichte. An seinen Ufern wurde ein Film gedreht, als würde der Vulkan nochmals ausbrechen: Was ist wahr, was Fiktion? Was passierte mit dem Land, als der Vulkan aus- brach? Wie haben die Menschen damals diese Ausbrüche er- lebt? Was ist in Zukunft zu befürchten? Diese und andere Fragen können auf dem geführten Spaziergang gestellt werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist für alle Altersklassen offen, das Thema eignet sich für eine kindge- rechte Ansprache.
Führer Frank G. Fetten

wann? jeden Samstag März bis November um 10.30 Uhr im Wechsel mit den beiden anderen Füh- rungen
2016: 25. März [Karfreitag], 2. und 30. April, 28. Mai, 18. Juni, 23. Juli, 13. August, 3. September, 1. und 29. Oktober. Der November-Termin wird noch bekannt gegeben.
Treffpunkt:  Feriendorf-Rezeption im Gästehaus
Offene Veranstaltung (Eine Anmeldung ist nicht vonnöten.)
Schlechtes Wetter kann uns nicht bremsen! Bei Regen wird anhand unserer (überdachten) Schau- sammlung eine geologische Einführung gegeben.
Entgelt  € 7,-- pro Erw., € 4,-- pro Kind/Jgdl. (Mindestteilnehmer 2 Personen)
Mehr Information im Feriendorf oder direkt via 0172 - 8879 345.

Feriendorf - Führungen DONNERSTAG

Die Feuerlandschaft der Vulkaneifel
Geführter Spaziergang rund um das Feriendorf

Die Vulkaneifel, das vulkanische Herz der Eifel, gerühmt ob seiner Mineralwässer und Maare, seiner klaren Bäche und Wälder. Zugleich uraltes Kulturland, das seit den Tagen der Neanderthaler schon jede Menge Soldaten & Völker hat wandern sehen. Doch nicht nur die Vulkane & die Menschen haben diese Landschaft geprägt. Die Rolle des Feuers ist nicht zu unterschätzen. Heute sieht man nurmehr selten ein offenes Feuer. In unserer Zeit, die soviel Wert auf Sicherheit legt, ist das Feuer geradezu aus der Landschaft verbannt. Ganz anders früher! Vierfach war das Feuer maß- geblich beteiligt an der Entstehung der aktuellen Kulturlandschaft. Was heute vergessen, soll während dieses Spazierganges rund um's Feriendorf erzählt werden: eine kleine Zeitreise von der letzten Eiszeit bis ins 20. Jahrhundert.
Führer Frank G. Fetten

wann? jeden Donnerstag April bis November um 10.30 Uhr im Wechsel mit der anderen Führung
2016: 14. und 28. April, 12. und 26. Mai, 9. und 23. Juni, 7. und 21. Juli, 4. und 18. August, 1. und 15. und 29. September, 13. und 27. Oktober. Der November-Termin wird noch bekannt gegeben.
Treffpunkt:  Feriendorf-Rezeption im Gästehaus
Offene Veranstaltung (Eine Anmeldung ist nicht vonnöten.)
Schlechtes Wetter kann uns nicht bremsen! Bei Regen wird anhand unserer (überdachten) Schau- sammlung eine geologische Einführung gegeben.
Entgelt  € 7,-- pro Erw., € 4,-- pro Kind/Jgdl. (Mindestteilnehmer 2 Personen)
Mehr Information im Feriendorf oder direkt via 0172 - 8879 345.
Vom kalten zum heißen Vulkan(ismus)
Eine geführte Wanderung vom Pulvermaar zum Römerberg
Donnerstags-Termin zur spontanen Teilnahme

Die Vulkaneifel hat zwei verschiedene Typen von Vulkanen zu bieten. Welche kennt man? Die "normalen" mit ihren Lava- Eruptionen und Lavaströmen? Die zweite Sorte, die Maar- Vulkane mit ihrem "kalten" Vulkanismus, ist dagegen unbekannt. Dabei gibt es nirgendwo sonst so viele Maare wie zwischen Daun und Manderscheid. Mittendrin das Pulvermaar, das Bilderbuchmaar, das größte "Auge der Eifel", exempla- risch für die "kalte" Entstehung dieses Sees. Nur wenige hundert Meter entfernt liegt der Römerberg, aufgebaut aus Lava, dahinter das Strohner Märchen mit seinem einzigartigen Hochmoor. Von dort genießen wir den Blick auf den Wartges- berg, den "heißesten" Vulkan der Region. Was unterscheidet diese Vulkane? Wie unterschiedlich sind ihre Hinterlassen- schaften in der Landschaft? Welchen Nutzen, welche Gefahren bringen Sie der Eifel früher und heute?

Führer Dr. Frank G. Fetten, im Bild mit einer Flugbombe


wann? jeden Donnerstag März bis November um 10.30 Uhr im Wechsel mit der anderen Führung

2016: 24. und 31. März jeweils um 14.30 Uhr, 7. und 21. April, 5. und 19. Mai, 2. und 16. und 30. Juni, 14. und 28. Juli, 11. und 25. August, 8. und 22. September, 6. und 20. Oktober. Der November-Termin wird noch bekannt gegeben.

Treffpunkt:  Feriendorf-Rezeption im Gästehaus
Offene Veranstaltung (Eine Anmeldung ist nicht vonnöten.)
Schlechtes Wetter kann uns nicht bremsen! Bei Regen wird anhand unserer (überdachten) Schau- sammlung eine geologische Einführung gegeben.
Entgelt  € 7,-- pro Erw., € 4,-- pro Kind/Jgdl. (Mindestteilnehmer 2 Personen)
Mehr Information im Feriendorf oder direkt via 0172 - 8879 345.

Feriendorf-Führungen n.V.

Die Vulkaneifel rund um's Pulvermaar:

Wandel von der Natur- zur Kulturlandschaft seit der Eiszeit"

Geführte Wanderung durch die Landschaft zwischen Gillenfeld und Immerath

Führer: Dr. Frank G. Fetten (Prähistoriker)

Termin nur nach Absprache & Anmeldung


Das linksseitige Rheinland ist die älteste Kul- turlandschaft Deutschlands. Seit mehr als zwei Jahrtausenden durchgängig intensiver Besie- delung ist die ursprüngliche Natur nur noch stellenweise zu erahnen. Immer stärker greift der Mensch in diese Natur ein, insbesondere seit den letzten drei Generationen. Den Blick zu schärfen, was in unserer Umwelt noch "unberührt" ist (oder nur scheint?) und was die Moderne strukturell von den Wandlungen der Vergangenheit unterscheidet, das soll im Mittelpunkt unse- rer Gespräche während dieses Spazierganges stehen. Die südliche Vulkaneifel rund um das Pulvermaar ist dabei besonders von Interesse: Denn Zum Einen treffen wir hier eine Kleinregion an, welche im letzten Abschnitt des Eiszeitalters entscheidend durch den Vulkanismus geprägt wurde. Zum Anderen belegen geobotanische & archäologische Zeugnisse die Anwesenheit des Menschen seit der Steinzeit, in keltischer & römischer Epoche, zur Zeit der Binnenkolonisation des hohen Mittelalters. Wie der frühe Mensch den Vulkanismus erlebt haben mag, wie nach Caesars Eroberung Galliens die ersten Römer die raue Eifel gesehen haben mögen, welche Rolle die Maare für die mittelalterliche Besiedelung spielten: Das sind reizvolle Fragen, die – ein Schuss Phantasie soll erlaubt sein! – während unseres Spazierganges beantwortet werden.


Im Umfang flexibler Spaziergang durch die Landschaft rund um das Pulvermaar: minimal 4 km (2 Stdn.) [Ausweitung auf maximal 8 km (4 -5 Stdn.) nach Absprache möglich]. Je nach Wetterlage, Zeitvorgabe & Zusammensetzung der Gruppe behält es sich der Führer vor, eine passende Weg- strecke auszuwählen. Schwierigkeitsgrad: leicht
Voraussetzungen: keine (festes Schuhwerk & gute Laune erwünscht)

Preis: € 8,-- pro Erw., 5,-- Jugendl. (Kinder bis 9 Jahre frei)

Teilnehmerzahl: 4 bis maximal 20 Personen

Termine nach Vereinbarung

Die Vulkaneifel rund um Immerath
Ein erd- und kulturgeschichtlicher Spaziergang durch das Immerather Doppelmaar
Geführter Spaziergang durch das Dorf im Risch, entlang des "Parcours' der Sinne" zum Immerather Maar
Führer: Dr. Frank G. Fetten
Termin nur nach Absprache & Anmeldung

Die Eifel ist eine der Regionen Mitteleuropas, wo Geologie und Kulturgeschichte sich auf engem Raum begegnen. Das Imme- rather Doppelmaar ist dafür ein klassisches Beispiel: Der Spa- ziergang beginnt mit der Einführung in die erdgeschichtliche Dimension des Eifeler Vulkanismus'. Zeugnis des Wandels von der Natur- zur Menschheitsgeschichte ist die Besiedelung ei- nes alten Maarkessels durch die Immerather Bauern. Vorbei an alten Bauernhäusern gehen wir in Richtung Immerather Maar. Parallel suchen die Stationen des "Parcours' der Sinne" unsere Aufmerksamkeit. Diese gehören zu einem über das Areal verstreuten "Erfahrungsfeld" und laden alle Altersklas- sen zum Mitmachen ein. Unser Spaziergang bezieht seine Spannung aus der kurzweiligen Mischung.

Treffpunkt: Sportplatz Immerath (dort Parkplätze)

Die Führung ist flexibel angelegt. Je nach Absprache kann der Schwerpunkt mehr auf der geolo- gisch-landschaftskundlichen Seite bzw. dem "Parcours der Sinne" liegen; entsprechend varriert die Wegstrecke zwischen 3 und bis zu 8 km. Je nach Wetterlage, Zeitvorgabe und Zusammenset- zung der Gruppe behält es sich der Führer vor, eine passende Wegstrecke auszuwählen. Bedingt durch die vielen Stationen des "Parcours' der Sinne" kann der Spaziergang sehr offen und dialog- haft vonstatten gehen; es besteht die Möglichkeit zu individuellen Fragen.

Schwierigkeitsgrad: leicht

Voraussetzungen: keine (festes Schuhwerk & gute Laune erwünscht)
Preis: € 8,-- pro Erw. / 5,-- Jugendl. / 3,-- Kind
Teilnehmerzahl: 4 bis maximal 20 Personen
Termine nach Vereinbarung

Schausammlung: Lava & Tephra

Unsere ständig wachsende Schausammlung bietet einen umfassenden Überblick über die Gesteinsarten der Vulkaneifel.
Der Schwerpunkt liegt auf den Laven und Schlacken des Wartgesberg-Vulkankomplexes bei Strohn. Hier finden sich alle vulkanischen Ergussgesteine vom Schlot-Basalt (Basanit) über alle Formen und Farben der Schweiß- und Flugschlacken bis hin zu den typisch hydrother- mal überprägten Oberflächen mit ihrem charak- teristischen Besatz an Mikro-Mineralien.
Ein besonderes Augenmerk verdienen die "Bomben" (= Flugschlacken) sowie die "Knollen" (mineralreiche Anreicherungen im Magma). Formen der lockeren Tephra bis hiesigen Xenolithen (Fremdgesteinen, meist erhitzte Schiefer) runden den Überblick ab.

Naturerlebnis-Führungen

Der "Geopark Vulkaneifel" erhielt 2012 auch das Prädikat "Naturpark" durch die Landesregierung Rheinland-Pfalz. Dadurch hat sich der Bildungsauftrag der den Park tragenden GmbH deutlich ausge- weitet. Seit 2016 darf sich der Geopark nicht als "Nationaler" und "European Geopark" fühlen, sondern wurde als "Global" seitens der UNESCO ausgezeichnet. Damit hat der Schutzstatus für die Naturschätze der Vulkaneifel das höchste denkbare Level erreicht!
Dementsprechend werden Führungen nicht nur zur Geologie und zum Vulkanismus, sondern zu einem breiten Spektrum naturnaher Themen angeboten.
Diese Naturerlebnisführungen sind einzusehen in einem gedruckten Programmheft, welches im Ferien- dorf ausliegt (Sommer- bzw. Winterhalbjahreshefte).

Einen Auszug zur aktuellen bzw. nächsten Woche als Pdf zum Ansehen oder Herunterladen werden Sie wieder hier ab März 2017 finden.

Die Deutsche Vulkanstraße

Die Deutsche Vulkanstraße verbindet alle geologisch sehens- werten Naturdenkmale, Museen und Aufschlüsse der Vulkanei- fel (= Raum des Geoparks mit Zentrum Daun) als auch der Ost- eifel (= Raum des "Vulkanparks" mit Zentren Mayen & Mendig). Vom Namedyer Geysir bei Andernach im Nordosten bis zum Vulkangarten Steffeln im Nordwesten und der Thermalquelle von Bad Bertrich im Süden führt die Straße über 40 Stationen.

Unterwegs ausgeschildert und an den einzelnen Stationen in leuchtend roten Tafeln nicht zu übersehen, wird die Geologie & Erdgeschichte in knappen Texten erläutert; Kindern ist ein ei- gener Text gewidmet.

Eine eigene Karte stellt diese Straße und ihre Stationen vor (im Kiosk erhältlich)
[siehe auch unter www.deutsche-vulkanstrasse.com].

Die Deutsche Vulkanstraße verbindet die geologisch-vulkanologisch interessanten Aufschlüsse und Geländedenkmäler sowohl der Vulkaneifel - der Region um Daun mit ihren Maaren - als auch des "Vulkanlandes" rund um Mayen & Mendig.

Die wissenschaftliche Entsprechung findet sich in den beiden Vulkanfeldern der Eifel - des westlichen sowie des östlichen Eifeler Vulkanfeldes (= Vulkaneifel bzw. Osteifel).

Die Maar-Erlebnis-Route

Der alte Eifler Begriff "Maar" leitet sich wohl vom lateinischen Wort "mara"  für See ab und zeugt als einziger Gewässerbegriff für die lange Anwesen- heit der Römer und die bis ins Mittelalter dauern- de Präsenz des Lateinischen in unserem Raume hin.
Der moderne wissenschaftliche Begriff "Maar" wird jedoch ganz anders verstanden: Nicht als Name für die Seen, sondern für die bei der Explo- sion eines unterirdischen vulkanischen Hitze- körpers (nach Kontakt mit Wasser) entstandenen tiefen Trichter. Erst diese füllten sich (meist) in späterer Zeit mit Wasser, wodurch die berühmten "Augen der Eifel" entstanden. Und wiederum Jahrtausende später waren die meisten dieser vulkanischen Seen inzwischen trocken gefallen, weshalb es heute mehr trockene als Wasser-führende Maare gibt.
Die Maar-Erlebnis-Route führt Sie zu den Maaren und um diese herum zu den landschaftlich reizvollsten Plätzen der Eifel.
Blaue Informationstafeln markieren die schönsten oder interessantesten Stellen.
Eine schriftliche Information dazu ist in Vorbereitung [siehe www.maarerlebnisroute.de].

Wieviele Maare gibt es?

Der Volksmund nannte früher jeden See der Eifel ein "Maar". Erst die Wissenschaft der Geologie legte den Begriff in doppelter Hin- sicht fest: Zum Einen darf sich nur dann ein See "Maar" nennen, wenn er einen bestimm- ten geologischen Ursprung hat (Deswegen nennt man heute den Laacher See [zwischen Mayen & Mendig] bzw. den Windsborn [hinter Manderscheid] nicht mehr "Maar", da diese zwar vulkanischen Ursprungs sind, aber den- noch keine "Maare".). Zum Anderen spricht die Geologie auch einen (bestimmten) Krater (-kessel) als "Maar" an, der vielleicht früher einen Maar-See beinhaltet haben mag, heute aber bereits trocken gefallen ist. Demnach gibt es mindestens 77 Maare in der Vulkaneifel, von denen aber bloß 8 traditionell Wasser führen, also einen Maarsee beinhalten:
Dazu zählen (von Norden nach Süden) das Ulmener Maar, die drei Maare zwischen Daun und Schalkenmehren, die drei Maare um Gillenfeld, das Meerfelder Maar. Jüngst sind zwei neue Maar- seen hinzugekommen, weil mit technischen Hilfsmitteln wieder vernässt: Das Eichholzmaar (bei Duppach im Norden), das Trautzberger Maar (bei Strohn in nur 2 km Entfernung vom Pulver- maar). Das Photo zeigt Letzteres (s.a. unter "Das aktuelle Photo").

Museen als Gastgeber

Im Bereich des Geoparkes Vulkaneifel gibt es fünf Museen, die sich der Erdgeschichte/Geologie/Vulka- nologie, der Paläontologie und den Fossilien bzw. dem heimischen Bodenschatz des Eisens und seinen Erzeugnissen verschrieben haben:
das Vulkanhaus in Strohn [siehe auch www.vulkanhaus-strohn.de], das Vulkanmuseum in Daun [siehe auch www.eifel-vulkanmuseum.de], das Maarmuseum in Manderscheid [siehe auch www.maarmuseum.de], das Naturkundemuseum in Gerolstein [siehe auch www.naturkundemuseum-gerolstein.de] , sowie das Eisenmuseum in Jünkerath.
Alle diese Museen stellen das erdkundliche Erbe der Vergangenheit anschaulich aus und freuen sich über jeden interessierten Gast. Zu allen Museen können Sie am Kiosk jeweils ein informatives Faltblatt mit den Öffnungszeiten erhalten.

Geopark-Veranstaltungen

NaturErlebnis in der Vulkaneifel - da, wo Natur Ereignis ist!

Der Geopark gibt ein Verzeichnis seiner Veranstaltungen heraus, welches in gedruckter Form im Feriendorf-Kiosk ausliegt und gerne eingesehen oder gratis mitgenommen werden kann.

Für die Vorab-Schau von Zuhause aus empfehlen wir den online-Veranstaltungskalender, einzusehen unter www.geopark-vulkaneifel.de  .

Aufschlüsse der Umgebung

Rund um das Feriendorf liegen 3 Wasser-führ- ende Maare - Pulvermaar, Holzmaar, Immera- ther Maar - , 3 Maare im Stadium der Vermoo- rung bzw. Verlandung - Strohner Märchen, Dür- res Maar, Hetschen-Maar - sowie mehrere schon vor langer Zeit trocken gefallene Maare, z.B. das Winkeler Doppelmaar oder der Imme- rather Risch. Bei Strohn erstreckt sich der Vul- kankomplex des Wartgesberges mit eindrucks- vollen Zeugnissen (Lavakugel und Flugbombe, Schlot...). Am Pulvermaar sind die Auswurf- schichten in aller Mannigfaltigkeit der Tephra gut zu sehen.
Alle diese Ziele sind zu Fuß erreichbar, sportlicher mit dem Fahrrad, bequemer mit dem Auto.

Frank G. Fetten, promovierter Prähistoriker, bietet auf Anfrage und nach Absprache kurze Ex- kursionen zu geologischen Aufschlüssen an.

schönster Mineralfund

Paul aus Staßfurt gelang der schönste Mineralfund !
Er war mit seiner Familie Gast am Pulvermaar. Sein Interesse galt allen Steinen, Mineralien und Fossilien. Und da er bereits den zweiten Sommer hier suchte, ist es tatsächlich ihm gelungen, den schönsten (und seltensten!) Fund in der Region rund um's Pulvermaar zu machen:
Die Maare der südlichen Vulkaneifel sind bekannt dafür, dass bei ihrer vulkanischen Entstehung wenig Lava gefördert wurde. In erster Linie heißes Gas riss die Krater auf. Aus der Tiefe der Erde mitgerissen wurden aber "Knollen", die mit (Finder-)Glück voller Kristalle sind. Diese Knollen heißen so ihrer Kartoffel- bis Kopf- größe wegen. Am Bekanntesten sind die Olivinknollen vom Dreiser Weiher und Meerfelder Maar. Das Pulvermaar hat auch solche Kristallakkumulate "gespuckt", allerdings nur selten mit Olivinen durchsetzt.
Paul gelang es, eine solche Knolle mit Olivinen, Glimmern u.a. Mineralkristallen zu finden und zu bergen. Glückwunsch! Und herzlichen Dank, dass er die Hälfte seines Fundes zur weiteren Begutachtung hier ließ.
Mittlerweile ist dieses Stück in der Sammlung des "Maarmuseums" Manderscheid gelandet und kommt einer wissenschaftlichen Publikation über die Laven des Pulvermaares zu Gute.